Maskat

asymptotisches Licht das immerzu abnimmt und
doch nachts noch in den Himmel laicht mein weißer
Blick treibt Jahrhunderte vor sich her reibt sich
bis mein Körper sich morgens neben mich stellt
ein Pappkamerad dem ich Arme und Beine bedecke

einmal trage ich einen hijab wie einen Nerz ein kleines
Tier das schwitzt wenn ich schwitze ich bin eine Attrappe
Kuckucksfrau in einer Marslandschaft auch das Laufen
lerne ich neu senke die Füße ohne sie zu heben ich zähme
meine Füße befehle meinem Körper zu warten

kann dieser Raum vorgeben, eine Richtung zu sein? ist er fixiert, fixiert er mich, oder bloß meine Richtung? ich lerne, mit der eigenen Bewegung umzugehen, sie gegebenenfalls zu umgehen. eines Tages will ich jemandem Bewegung übergeben können wie ein Fadenspiel, eine neue Figur aus der alten. was ist das für ein Raum, der sich nähert, bis er klein wird? wird der Wald nur so lange vorrücken, wie ich hinschaue? ist das Rezeption? hier ist alles schon angebrochen, der Tag unversiegelt. einmal ich sagen zu können ohne stehenzubleiben, sich positionieren ohne sich festzulegen. ich habe gesagt, ich will das alles nicht wollen, doch vergeblich. der Schuh drückt, wo er drückt. so ergeht es mir, seitdem ich auf Ferne bestehe als Notwendigkeit, eine zeitbasierte Einrichtung, ambulant. wie ich mich nach Norden orientiere. im Dunklen läuft jeder im Kreis, eine Form der Wiedergutmachung oder Erholung, ich weiß es nicht. bin ich hier zu Hause oder was müsste passieren, damit der Himmel dieses Kräuseln verliert? der Versuch, mich hier einzurichten, scheitert einfach nicht. beinahe könnte ich bleiben.

Wasser trägt sich uns entgegen

wir setzen uns den See zusammen, wählen eine weiche Linie, einen Samtvorhang, den wir in diese Landschaft eintragen: ein Kräuseln im Sand, eine Körnung des Ufers, ein Flaum auf den Fingern. Wasser trägt sich uns entgegen. an Land wölbt sich ein Ansatz von Wald, eine Laube aus glatt berindeten Säulen. Welcome to the Black Valley, jedermanns Palast. Fels könnte sich weich oder hart verhalten, doch kehrt lieber um. wir ziehen uns beiseite, wollen uns einfügen, ohne die Knie zu beugen.